Uni, Freizeit

Emden – Famulatur und Urlaub an der Nordsee

28. Feber 2021
Begleite uns – Jana und Emma – auf unsere Reise zur Famulatur nach Emden!
Share on facebook
Share on twitter
von Emma Wenzel und Jana Clement

Emden: die größte Stadt Ostfrieslands (knapp 50.000 Einwohner:innen), Geburtsort von Otto Waalkes, ein beliebtes Urlaubsziel und Abfahrtsort zur größten der sieben deutschen Nordseeinseln – Borkum. Außerdem Standort für ein Krankenhaus – das Klinikum Emden. Für unsere erste Famulatur haben wir uns auf Empfehlung einer Freundin hin sehr spontan in der Abteilung für innere Medizin des Klinikums, beworben. Die Bewerbung haben wir direkt an den Chefarzt gesendet, der uns noch am selben Tag eine Zusage per E-Mail zurückschickte. Da wir gerne im Wohnheim neben dem Klinikum, das speziell für Famulant:innen und KPJler:innen zur Verfügung gestellt wird, wohnen wollten, haben wir uns über das Onlineformular angemeldet und auch dort zeitnah eine positive Rückmeldung bekommen. Schon während des ersten Kontakts per E-Mail haben wir also gemerkt, dass die Organisation sehr gut funktioniert.  

Da im Sommer recht viele Studierende in Emden famulieren, ist es grundsätzlich empfehlenswert, sich rechtzeitig für einen der begrenzten Plätze im Wohnheim zu bewerben. 

Angereist sind wir mit der Deutschen Bahn, was problemlos verlief. An unserem ersten Tag haben uns die anderen Famulant:innen zum Frühstück, das wie das Mittagessen umsonst ist, und zur Frühbesprechung mitgenommen, in der wir uns bei allen vorstellen konnten. Zuvor war schon eingeteilt worden, welche/r Studierende mit welchem/r Assistenzarzt/ Assistenzärztin mitgehen wird. 

Einige unserer privaten Aufnahmen von Emden. © Emma Wenzel. 

Der Alltag lief dann meistens so ab, dass wir nach der Frühbesprechung auf der Station Blut abnehmen und Venülen legen konnten, wobei wir freundlich vom Pflegepersonal eingearbeitet wurden. Danach sind wir meistens mit unseren zugeteilten Assistenzärzt:innen auf die Visite gegangen, bei der sie uns die Patient:innen vorgestellt haben und wir so einen breiten Einblick in die verschiedenen Krankheitsbilder bekommen konnten. Bei den Neuaufnahmen durften wir gelegentlich die Untersuchungen übernehmen und das Anamnesegespräch mit den Patient:innen führen. Je nachdem wie viel zu tun war, konnten wir zwischendurch in die Funktionsdiagnostik gehen und uns dort viele verschiedene Untersuchungen wie z.B. Gastro– oder Koloskopien anschauen. Jeden Tag gab es ein Seminar für Student:innen zu den jeweils unterschiedlichen Fachrichtungen. Die Seminare waren strukturiert und lehrreich, die Ärzt:innen wirkten immer vorbereitet und manchmal wurden Patient:innen und deren Krankengeschichte persönlich vorgestellt. Nach den Seminaren sind wir meistens noch einmal auf die Station gegangen, haben uns informiert was es noch zu tun gibt und sind dann zwischen halb vier und vier zurück in unser Wohnheim gegangen.

Ebenso bietet Emden ein großes Freizeitangebot. Es ist ein guter Ausgangspunkt für viele Ausflüge rund um Ostfriesland, das wir reichlich erkundet haben. Am Wochenende waren wir unter anderem auf Borkum, wo man direkt vom Emdener Hafen innerhalb von zwei Stunden mit der Fähre hingelangen kann. Außerdem besteht die Möglichkeit von der Klinik Fahrräder für eine Fahrradtour auszuleihen. Die Fahrräder waren nicht mehr die neuesten und teilweise etwas kaputt, aber zum Rumfahren haben sie allemal ausgereicht. Längere Touren führen zum Beispiel nach Greetsiel, einem kleinen Fischerdorf, oder über das “Große Meer” Richtung Norddeich. 

Insgesamt konnten wir aus dieser Famulatur viel mitnehmen und haben einiges dazu gelernt, sowohl in Bezug auf unsere medizinischen Kenntnisse als auch im Austausch mit den anderen Famulant:innen und unseren gemeinsamen Erkundungsfahrten im schönen Ostfriesland. Wir haben uns aufgehoben gefühlt und würden auf jeden Fall wiederkommen!

Jana

Jana

Redakteurin

Emma

Emma

Redakteurin