Uni, Wahlfachcheck, Gastbeitrag

Wahlfach-Check: House vs. Prof – Innsbruck

3. April 2025
Zumindest der erste Termin im Sommersemester steht fest: Am 10., 4. um 18:30 Uhr im FKK-Hörsaal. Die Veranstaltungen können bis zu drei Stunden dauern – doch dafür gibt es eine ganze Bandbreite spannender Themen. In den letzten Semestern wurden unter anderem Organtransplantationen, Kraniotomie, lange Colonwürmer, analgetische Psychosen und das Kaffeesyndrom besprochen – welche Fälle dieses Mal auf dem Programm stehen, bleibt bis zur Vorlesung geheim!
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von Sophie Hofinger

Diagnosen wie Dr. House stellen – aber diesmal im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Frauen-Kopf-Klinik!

 

Die „Netflix-and-Willst was dazulernen“-Vortragsreihe House vs. Prof, ins Leben gerufen von Studierenden der Austria Medical Students Association (AMSA), hat sich in den letzten Jahren wirklich zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt. Unter der Leitung von Prof. Bernhard Glodny und einem interdisziplinären Team aus Ärzt:innen und Mitarbeitenden der Orthopädie, Pädiatrie, Psychiatrie, Radiologie und weiteren Fachrichtungen werden medizinische Inhalte auf spannende und interaktive Weise vermittelt.

 

In der US-amerikanischen Serie Dr. House (der gleichnamige Arzt wird von von Hugh Laurie gespielt) kommt es am Ende jeder Episode zur entscheidenden Diagnose – nachdem über zahlreiche Umwege der Patient / die Patientin rigoros behandelt wurde. Zynische Kommentare des Protagonisten sind übrigens inklusive.

Über acht Staffeln hinweg hat Dr. House mit seinem Team zahllose komplexe Fälle gelöst – doch wie realistisch sind diese Diagnosen wirklich? Genau das wird an der Medizinischen Universität Innsbruck dreimal pro Semester unter die Lupe genommen. Prof. Glodny wählt die Episoden aus – das Thema bleibt bis zur Vorlesung geheim.

 

Volles House vs. Prof  © Medicus 

Ein kurzer Einblick zum Ablauf des Wahlfachs:

Während der Veranstaltung wird die Serie immer wieder unterbrochen, um Symptome, diagnostische Verfahren und medizinische Begriffe zu analysieren.

Studierende sind aktiv gefordert, die gezeigten Szenen zu hinterfragen, eigene Hypothesen aufzustellen und sich an der Diskussion zu beteiligen – wenn sie sich an der Chance auf tolle Preise beteiligen wollen! (sog. „Tischlein, deck dich“-Preise)

Doch die Vorlesung geht noch einen Schritt weiter:

  • Wo weicht die Serie von der medizinischen Realität ab?
  • Welche Diagnosen und Therapien entsprechen denn nun tatsächlich dem aktuellen medizinischen Standard?
  • Und wo wurden künstlerische Freiheiten genutzt?

 

Um diese Fragen zu klären, werden neben der Serienanalyse auch anonymisierte Fallbeispiele aus dem Klinikalltag eingebaut.

Die Veranstaltung ist als Wahlfach anrechenbar und bietet Studierenden nicht nur tiefergehende Einblicke in die Medizin, sondern auch die Gelegenheit, ihre diagnostischen Fähigkeiten spielerisch zu schärfen.

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Zum Bestehen des Wahlfachs ist eine Open-Book-Prüfung am Ende des Semesters erforderlich. Diese ist jedoch in der Regel gut machbar, wenn man sich mit den House vs. Prof.-Themen auseinandergesetzt hat.
Die Anmeldung erfolgt über i-med.inside – ein Pflichttermin für alle, die Medizin einmal aus einer ganz neuen Perspektive erleben möchten!

Bei House vs. Prof wechseln sich Popkorn-Kino und MedFact-Slides lebhaft ab.  © Medicus

Sophie Hofinger

Sophie Hofinger

Gastautorin und HvP-Organisatorin (AMSA)

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